veröffentlicht um 16.03.2013 10:59 von Andy Brittain
Rabea und Andy Brittain von der Laufbasis Sonthofen organisieren einen Spendenlauf in Sonthofen. Die beiden 2011 stark gelaufen bei Ihrem langen Lauf durch Deutschland möchten nun in Sonthofen eine gemeinschafltiche soziale Aktion starten. Die Aktion Spendenlauf soll zu 50% zugunsten der Senioren in Sonthofen gehen und zu 50% an den Verein Madagaskar und wir e.V. Am 20.07.2013 feiert die Stadt Sonthofen Ihr 50. Jubiläum und in diesem Zuge wollen die beiden möglichst viel Läufer, Familien, Teams, Firmen um 8:00 an den Start bekommen. Das besondere an dieser Aktion, es sollen Senioren direkt in die Organisation beteiligt werden. Alles weitere findet Ihr auf der Homepage http://www.helping-feet.deWir würden uns wünschen, dass viele Menschen aus der Umgebung an dieser Aktion teilnehmen.
Wie immer bei solchen Vorhaben geht ohne Sponsoren gar nichts. Wenn Ihr jemanden kennt oder euch selber beteiligen wollt dann meldet euch bitte sobald als möglich. KONTAKT heelping-feet |
veröffentlicht um 16.03.2013 10:41 von Andy Brittain
Schüler der Realschule Sonthofen verbringen einige Unterrichtsstunden mit dem Lebenswerk des Pater Pedro Opeka. Daraus entstand der Strauß der Wünsche anlehnend an Pedros Zitat " „Kinder sind wie Rosen. Gott kann es schaffen, Rosen auf einer Müllhalde wachsen zu lassen."
Wir danken euch sehr für diesen Strauß wir werden die Wünsche weiterleiten.
Wir hoffe, dass sich auch die Realschule unserem Spendenlauf am 20.07.2013 anschließt.
Ich wünsche dir, dass du gesund bleibst und nicht mehr Wertsachen im Müll suchen musst sondern ein schönes Leben hast Ich wünsche dir, dass dir geholfen wird und dass du einen sauberen Platz zum Leben bekommst Ich wünsche dir, dass du genug zu essen hast Ich wünsche dir, dass du und deine Familien ein Zuhause, etwas schönes zum Anziehen und genug zu essen habt Ich wünsche dir, dass du eine bessere Zukunft bekommst Ich wünsche dir, dass du täglich Unterkunft und Essen hast Ich wünsche dir, dass du ein Zuhause bekommst und zur Schule gehen kannst Ich wünsche dir, dass du ein festes Dach über deinen Kopf bekommst Ich wünsche dir, dass deine Heimat wieder Müllfrei wird und du in lebenswürdigen Verhältnissen in einer lebenswürdigen Umwelt aufwächst Ich wünsche dir, dass du aus dieser Situation kommst und ein zu Hause bekommst Ich wünsche dir, dass du ein schönes Leben führen kannst, mit genug Nahrung und ein richtiges Zuhause für deine Familie Ich wünsche dir, dass du zur Schule gehen kannst und später einen guten Arbeitsplatz bekommst wo du Geld verdienen kannst. Ich wünsche dir, dass du genug zu essen haben wirst Ich wünsche dir, dass dir geholfen wird, dass du nicht mehr dort leben musst Ich wünsche dir, dass du ein Zuhause hast, Freunde, Familien und Spaß am Leben Ich wünsche dir, dass du ein besseres Zuhause bekommst Ich wünsche dir, dass du ab jetzt ein sauberes Zuhause bekommst und immer was zu essen hast. Ich wünsche dir, dass sich die Umstände, in denen du lebst, sich bald verbessern, du genug Nahrung hast, zur Schule gehen kannst und eine gute Zukunft hast Ich wünsche dir, dass du ein besseres Zuhause bekommst, wo du zur Schule gehen kannst Ich wünsche dir, dass du genug zu essen hast Ich wünsche dir, dass du in Zukunft genügend Essen hast und eine Schule besuchen kannst Ich wünsche dir, dass du eine Schule besuchen kannst und später einen Beruf erlernst Ich wünsche dir, dass du täglich Unterkunft und Essen hast Ich wünsche dir, dass dein Leben voller Freude sein wird und du nie wieder traurig sein musst Ich wünsche dir, dass du genügend zu essen hast, Kleidung und ein schönes Zuhause Ich wünsche dir, dass all deine Träume in Erfüllung gehen |
veröffentlicht um 25.12.2012 01:37 von Andy Brittain
FÜR KIWANIS ÖSTERREICH und madagaskar-und-wir 2012 Liebe Freunde! Rund um die Weihnachtszeit ist es uns darum zu tun, andere glücklich zu machen und uns an ihrer Freude zu erfreuen. Sobald aber der Heilige Abend vorüber ist, verwandeln sich viele Menschen sogleich wieder in Nehmer, die ihr Glück danach bemessen, was sie für sich selbst anhäufen können. Aber gibt es überhaupt etwas, das man behalten könnte? Alles, was wir besitzen, werden wir eines Tages weggeben. Das ist ein Naturgesetz. Die Bäume geben, um weiterleben zu können, denn behalten hieße, ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Es tut meiner Seele gut, den Kiwanis-Gedanken zu kennen: Es ist gut zu geben, wenn jemand darum bittet, aber es ist noch besser, jemandem, der um nichts gebeten hat, alles geben zu können. Denn das große Verdienst gehört nicht dem Gebenden, sondern dem Empfänger, der etwas annimmt, ohne sich als Schuldner zu fühlen. Der Mensch gibt wenig, wenn er nur über materielle Güter verfügt, die er besitzt. Aber er gibt viel, wenn er sich selber gibt. Wer so handelt, der öffnet sich. Etwas Neues entsteht, wo zuvor gar nichts war. Denn Geben heißt, aus dem Nichts etwas Gutes zu schaffen. Es bringt etwas Gutes in die Welt, wo vorher gar nichts war. Geben und Teilen ist eine Art Schöpfungsakt. Wo du etwas gibst, entsteht etwas völlig Neues. Zwei Menschen, die noch Augenblicke zuvor in den getrennten Welten gefangen waren, begegnen sich unversehens in diesem schlichten Akt des Teilens, und zwischen ihnen flammt wie aus heiterem Himmel Zuneigung und Freude auf. Die Welt erscheint plötzlich weiter und ein wenig besser, und ein kleines Wunder geschieht. Schritt für Schritt haben bereits viele Kiwanier aus Österreich auf den Müllhalden Madagaskars und in aller Welt allmählich das Wunder verstehen gelernt. Sie haben Einblicke in das ungeschützte menschliche Herz erhalten, sie haben immer wieder ein aufrichtig glückliches Lächeln zu sehen bekommen, und sie haben menschliche Wärme an Orten begegnet, wo sie sie niemals für möglich gehalten hätten. Und durch die Unterstützung weitblickender Gouverneurs und ihrer vorzüglich redigierten Klub-Zeitschrift haben sie so sie ganz allmählich einen Blick für das entwickelt, was wir alle gemeinsam haben, und das Trennende zwischen uns nicht mehr so hoch bewertet. Sie haben gespürt, dass wir zusammen die Macht haben, im Herzen anderer Menschen Güte zu entzünden, indem wir ihnen selbst mit Güte begegnen. Ganz besonders den Kindern. Jetzt kennen wir hier auf der Roten Insel bereits viele Kiwanier persönlich. Wir freuen uns über ihren Besuch. Denn jedes Fleckchen Erde, das wir betreten, hat ein Gedächtnis; deshalb ließen unsere lieben Gäste auf Müllhalden und Steinbrüchen, in den Dörfern und Kirchen, überall wo sie uns besuchten, ein wenig von ihren Herzen und ihrer Seele zurück. Wir alle, insbesondere die Kinder, deren Instinkte und Fühlen im täglichen Überlebenskampf geschärft und noch unverdorben sind, spüren das deutlich und das bereichert uns. Und wissen Sie, was das Interessante daran war, als wir uns zum ersten Mal in einer Partnerschaft für diese Kinder verbunden hatten? Das hat mir einmal ein Gouverneur etwa so geschildert: „Wir waren uns alle bewusst, dass dies nicht einmal unsere Vision war. Wir hatten einfach Madagaskar geholfen, seine eigene Vision für sich selbst zu machen! Und dennoch fanden wir uns in einem Meer der Dankbarkeit wieder. Wir hatten Gnade erfahren, indem uns einfach erlaubt war, etwas zu geben. Wir fühlten uns einfach gesegnet, Teil dieser heiligen Aktion gewesen zu sein. Wir hatten das Privileg genossen, teilzunehmen und reine Dankbarkeit war die Belohnung dafür. Und all dies wurde möglich, weil eine kleine Gruppe von Menschen einen Weg hatte finden müssen, ihrer Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen. Dankbarkeit kann alles möglich machen. Sie hat die Macht, scheinbar unmögliche Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. Und sie tut es mühelos, demütig und voller Freude. Dankbarkeit und Gnade. Sie gehen Hand in Hand wie zwei untrennbar Liebende.“ Sind sie einmal ein Gebender geworden, dann sind sie nie mehr allein! Denn was wir für uns allein getan haben, stirbt zusammen mit uns – und was wir für andere und die Welt getan haben, bleibt bestehen und ist unsterblich. In tiefer Dankbarkeit mit Gottes Segen für Kiwanis Österreich und madagaskar-und-wir pere Pedro und die Kinder von den Müllhalden Madagaskars |
veröffentlicht um 28.08.2012 05:26 von Bärbel Lange
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aktualisiert: 28.08.2012 05:37
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Angriff
auf Akamasoa
Am Samstag, den 18. August 2012, hat eine Gruppe von 10 Männern,
in Armeeuniformen und mit Kalashnikovs bewaffnet, unser Verwaltungsgebäude im
Stadtteil Akamasoa in Andralanitra angegriffen. Sie konnten rasch die Wächter
unseres Empfangsgebäudes überwältigen und sie forderten sie auf zu sagen, wo
das Geld der Lohnzahlungen sei. Da die Wächter nicht antworteten, schlug sie
die Bande mit den Gewehrkolben auf die Köpfe. In diesem Moment wachte ich durch
die Hilferufe eines unserer Wächter auf, der uns laut schreiend vor dem Angriff
warnte.
Die Männer fragten nach dem Haus des Priesters und nach dem Haus
der Vereinspräsidentin. Doch die Wächter gaben an, dass sie einfache
Nachtwächter wären und nicht wüssten, wo sich diese beiden Häuser befinden
würden! Unsere tapferen Wächter wurden daraufhin weiter verprügelt.
Gleichzeitig gaben sie mit den Kalashnikovs Salven in die Luft ab, um zu
zeigen, dass sie es ernst meinten und keine Rücksicht nehmen würden.
Der langjährige Chefwächter Mamy sagte ihnen daraufhin „ gehen wir also auf den Hügel der Cité,
neben der Schule im Osten des Dorfes, dort leben die Verantwortlichen von
Akamasoa“, um sie von unseren Häusern und dem Verwaltungsbüro von Akamasoa
abzulenken, wo wir am Vortag die Gelder empfangen hatten, um an diesem Samstag
morgen Tausenden von Arbeitern ihren Lohn auszuzahlen. Als sie den Hügel
hinaufgingen, schossen sie sofort auf jede Bewegung in den Häusern! Als sie im
Bereich der Schule angekommen waren, konnten die Wächter glücklicherweise durch
ihre guten Ortskenntnisse entkommen. Währendessen hatten wir die nächstgelegene
Gendarmerie angerufen, die 20 Minuten später eingetroffen war, als die Banditen
leider bereits über alle Berge waren.
Im Dorf Manatenasoa haben die Einwohner die Schüsse und
Maschinengewehrsalven gehört und nachdem sie per Telefon erfahren hatten, daß
Akamasoa angegriffen worden war, haben sie die Glocken Sturm geläutet, was alle
Bewohner von Akamasoa zusammenkommen hat lassen, um uns zur Hilfe zu eilen.
Viele Frauen hatten ihre Werkzeuge aus dem Steinbruch dabei, die schweren Hämmer,
um unsere Leben und unser Eigentum zu verteidigen. Auch die Männer und Frauen,
die zu dieser frühen Morgenstunde dabei waren, Abfall auf den Müllhalden zu
sortieren, liefen von den Halden mit ihren Gabeln herunter, um uns zu helfen.
Die Solidarität des Volkes von Akamasoa war wieder einmal
überwältigend nach diesem erneuten Angriff, der jetzt bereits der vierte
Angriff mit Kriegswaffen war, den wir innerhalb von 23 Jahren der Arbeit mit
den Ärmsten der Armen erlebten. Unsere vier Wächter, die ziemlich schwer
verletzt waren, wurden ins Krankenhaus gebracht. Nachdem ihre Wunden versorgt
worden waren und sie genäht worden waren, konnten sie wieder entlassen werden.
Es gab, Gott sei Dank, keine weiteren Opfer oder Tote.
Dieser Vorfall bestätigt wieder einmal, in was für einem sehr
gefährlichen Milieu wir arbeiten und dass ohne wirkliche
Sicherheitsvorkehrungen! Wir müssen selbst weiter an unserem Schutz arbeiten,
und wir werden die Polizei und die Gendarmerie auffordern, uns gegen Angriffe
mit vollautomatischen Kriegswaffen zu schützen! Die Einwohner von Akamasoa
werden mit noch mehr Achtsamkeit auf ihre Sicherheit achten müssen und dass
trotz der harten, ermüdeten Arbeit des Tages. Unsere Arbeit und unsere Leben
sind in der Hand Gottes!
Heute, am Sonntag, werden wir, das ganze Volk von Akamasoa, Gott
danken, dass er uns in dieser schweren Stunde beschützt hat! Wir beten
gemeinsam!
Père Pedro
( Sonntagsmesse 26.08.12 )
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veröffentlicht um 29.02.2012 06:27 von Andy Brittain
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aktualisiert 07.03.2012 02:59 von Bärbel Lange
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2. Spendenlauf der Paul-Moor-Schule und Hölty-Gymnasium Wunstorf Am 22. September 2011 war es wieder so weit, Schüler und Lehrer aus der Paul-Moor-Schule liefen gemeinsam mit Schülern und Lehrern aus dem Hölty - Gymnasium Wunstorf für die hungernden Müllkinder in Madagaskar. Bereits seit dem Schuljahr 2007/08 besteht eine Verbindung zu Pater Pedro und seinen Müllkindern. Damals konnte vom Erlös der Spendenaktion eine Gesundheitsstation in Akamasoa gebaut werden.Diesmal sind die Schüler für Reis ,Grundnahrungsmittel und Medikamente gelaufen. In Wunstorf sind wir dabei, eine konstante Verbindung zu Pater Pedro zu knüpfen. Im Religionsunterricht zeigen die Kollegen den Film von Pater Pedro, andere Kurse beschäftigten sich mit der politischen Situation, im französisch Kurs werden Texte aus Pater Pedros Jahresbericht übersetzt. Durch die Spendenaktion sind 19.000 Euro zusammen gekommen. Wahnsinn |
veröffentlicht um 29.02.2012 06:22 von Andy Brittain
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aktualisiert 06.03.2012 05:03 von Bärbel Lange
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Liebe Interessenten, wenn Sie mehr über unsere Arbeit im Jahr 2011 erfahren möchten , dann empfehlen wir Ihnen unseren Jahresbericht, der durch die wunderbare Unterstützung vieler Mitglieder so bunt und umfangreich werden konnte. Sicher haben viele schon die Ereignisse auf
unserer Homepage: http://www.madagaskar-und-wir.eu/ verfolgt, aber der
Jahresbericht eignet sich natürlich auch noch mal zur Weiterleitung an
Freunde, Bekannte und Sponsoren.
Hinweisen möchte ich heute schon mal als erste Vorankündigung auf den 2.
Juni 2012, voraussichtlich findet dann unsere Jahreshauptversammlung statt,
diesmal im Norden des Landes, in Steinhude am schönen Steinhuder Meer ( Nähe
Hannover). |
veröffentlicht um 22.12.2011 09:40 von Andy Brittain
Wir freuen uns sehr, dass es uns nun möglich war diese Summe zu übergeben. Unsere Schatzmeisterin hat vor wenigen Tagen den Rest des erlaufenen Geldes direkt an Pater Pedro überwiesen. Wir wissen alle, dass das Geld dringend benötigt wird. Wir hoffen auf eine baldige positive Rückmeldung wann das Geld durch die langen Bürokratischen Wege das Ziel erreicht hat. Wir werden an diese Stelle sofort eine Meldung schreiben wenn dies der Fall ist. Ab und an kann dass aber einige Zeit dauern.
Vielen Dank an all die Spender die das ermöglicht haben.
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veröffentlicht um 29.11.2011 22:26 von Andy Brittain
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aktualisiert: 22.12.2011 09:41
]
Pedro Opeka war auf einer langen Reise in Australien und kehrte soeben zurück. Die 5000€ Soforthilfe welche über den Verein Madagaskar und Wir e.V. überwiesen wurde ist angekommen, wie er schreibt, und er dankt aus vollem Herzen. Schon in den nächsten Tagen wird er die gesamte Summe für den Ankauf von Medikamenten verbrauchen, denn jetzt, beim Ausbruch der Hitze, brechen auch die meisten Krankheiten aus in die fünf Krankenhäuser und Ambulanzen haben fast keine Medikamente mehr, weil das ganze Geld bisher für die Versorgung der Kinder- Reis - verbraucht wurde. Vielen herzlichen Dank
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veröffentlicht um 23.11.2011 12:35 von Andy Brittain
Einige Zeit waren wir leider Offline. Es gab Probleme mit dem Providerwechsel. Die Email Adresse müssen nun noch eingerichtet werden aber dann sollte alles wieder passen.
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veröffentlicht um 13.09.2011 22:16 von Andy Brittain
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aktualisiert: 13.09.2011 22:25
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Eine ähnliche Hungerskatastrophe wie am Horn von Afrika könnte sich schon bald in Madagaskar wiederholen: Laut Vereinten Nationen entwickelt sich dort eine "schleichende Katastrophe". Das ohnehin arme Land leidet unter einer politischen Dauerkrise und Sanktionen der internationalen Geber.
Über die Auswirkungen der politischen Krise in
Madagaskar Von Leonie March
Louisette Razananoro steht bis zu den Waden im schmutzigen Wasser des Kanals, Algenteppiche und Abfall treiben langsam an ihr vorbei. Sie taucht eine Hose in die stinkende Brühe, bearbeitet sie auf einem Mauervorsprung mit Seife und einer Bürste. Eine andere Möglichkeit habe ich nicht zum Wäschewaschen, meint die 33-Jährige. Sauberes Wasser gibt es in den Slums von Antananarivo, der Hauptstadt von Madagaskar, nur gegen eine Gebühr aus kommunalen Brunnen. Die allein erziehende Mutter von drei Kindern benutzt es daher nur sparsam als Trinkwasser. Sie muss auf jeden Cent schauen. "Seit der politischen Krise ist das Leben für mich noch schwieriger geworden. Mein Mann ist gestorben. Mein Vater und mein Bruder, die früher in einer Textilfabrik angestellt waren, sind arbeitslos. Wenn ich Glück habe, kann ich für jemanden die Wäsche waschen und mit dem Lohn etwas zu Essen kaufen. Reis war einmal unser Grundnahrungsmittel, aber die Preise sind derart gestiegen, dass er zu einem Luxusgut geworden ist. Jetzt können wir uns nur noch Maniok leisten, aber an den meisten Tagen müssen meine Kinder und ich hungrig zu Bett gehen." Die zierliche, kleine Frau, deren Körperbau eher an den einer Jugendlichen erinnert, knotet die Wäsche zu einem Bündel und folgt einem schmalen Trampelpfad den Kanal entlang. Links und rechts die verschachtelten Fassaden baufälliger Steinhäuser, Bretterverschläge und Blechbuden. Ein Junge treibt eine Kuh vor sich her, Hühner picken im Unrat, Kinder spielen in den Abwasserkanälen. Seitdem sich Andry Rajoelina, ehemals Bürgermeister der Hauptstadt, mit Hilfe des Militärs vor fast zweieinhalb Jahren an die Macht putschte, nimmt die Armut in Vierteln wie diesen drastisch zu. Das erzählt Rojo Andriandrova, ein junger Mann, der für die gemeinnützige Kinderrechtsorganisation "Appuis aux enfants" arbeitet. "Die Situation hat sich durch die politische Krise erheblich verschlechtert. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren, die Zahl der Diebstähle hat zugenommen, die sozialen Strukturen brechen zusammen. Eltern können ihre Kinder kaum noch ernähren, viele Kinder gehen inzwischen nicht mehr zur Schule. Sie spielen draußen in einer Umgebung, die sie krank macht, sie laufen täglich Gefahr, sich zu verletzen oder mit Krankheiten anzustecken." Durchfallerkrankungen, Malaria, Cholera und sogar die Pest grassieren in den Slums. Laut Zahlen der Vereinten Nationen leidet jedes zweite Kind in Madagaskar an chronischer Unterernährung, bis zu 20 Prozent gelten als akut unterernährt, mehr als drei Viertel der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Dabei hatte der Inselstaat vor dem Putsch große Fortschritte bei der Entwicklung gemacht, betont Bruno Maes, Repräsentant des Kinderhilfswerks UNICEF in Madagaskar. Nun warnt er vor einer humanitären Katastrophe. "Wenn die politische Krise nicht gelöst wird, erwarte ich eine weitere Aushöhlung und letztlich einen Zusammenbruch der sozialen Systeme. Die Situation der Bevölkerung wird sich weiter verschlechtern. Seit dem Beginn der Krise vor fast zweieinhalb Jahren hat die Armut um etwa 9 Prozent zugenommen. Das führt zu einer immer höheren Kindersterblichkeit und mehr und mehr Unterernährung. Das Gesundheits- und das Bildungssystem stehen vor dem Kollaps. Ich sehe also schwarz für die Kinder in diesem Land, wenn sich in den kommenden Wochen oder Monaten nichts verändert." Doch danach sieht es momentan nicht aus: In der ehemaligen französischen Kolonie herrscht politischer Stillstand, international wird der selbst ernannte Präsident Andry Rajoelina nicht anerkannt, die Vermittlungsbemühungen der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika, SADC, sind bislang im Sande verlaufen. Internationale Geber haben die Entwicklungshilfe seit dem Putsch eingefroren; geschätzte 600 Millionen Euro, die zuvor etwa 70 Prozent der Regierungsausgaben ausmachten. Jetzt fehlen dem Staat die Mittel etwa um Lehrer und Krankenschwestern zu bezahlen. Hinzu kommen Wirtschaftssanktionen. Sie setzen dem unterentwickelten Land deutlich zu, bis zu 300.000 Menschen haben seitdem ihren Arbeitsplatz verloren. Auch die unterschiedliche Haltung der internationalen Gemeinschaft zum Militärputsch erschwert die Lage. Constantin Grund, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Madagaskar. "Beispielsweise hat natürlich die französische Seite nie einen großen Hehl daraus gemacht, dass sie die amtierende Regierung zumindest teilweise unterstützt. Die amtierende Regierung hat aber auch andere wichtige politische Freunde, seien es chinesische Investoren, die in Madagaskar investieren im Minenbereich, seien es andere wirtschaftliche Verbindungen, die in den indopakistanischen Raum hineingehen. Die andere Seite dreht sich um einige europäische Partner aber auch die Amerikaner, die eigentlich ein sehr gutes Verhältnis zum Ex-Präsidenten Ravalomanana hatten und dementsprechend mit der neuen Regierung nicht einverstanden sein können. So dass die internationale Gemeinschaft sich schwer tut mit der Formulierung einer einheitlichen Position, die auch ehrlich von allen getragen wird." Wer darunter leidet, ist die bitterarme Bevölkerung auf dem Land und in den Slums der Hauptstadt. Doch die meisten Menschen sind so entkräftet, dass sie an einen Bürgeraufstand nach dem Vorbild nordafrikanischer Staaten nicht denken können. Der Ex-Präsident lebt im südafrikanischen Exil, die politische Opposition zieht nicht an einem Strang. Gelegentlich kommt es in Antananarivo zwar zu Protesten und Demonstrationen, doch die Militärjunta behält die Situation fest im Griff. An eine bessere Zukunft glaubt Wäscherin Louisette Razananoro angesichts all dessen schon längst nicht mehr. "Ich habe keine Zeit für Träume und Hoffnungen. Ich muss einfach nur überleben. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es, dass meine Kinder zur Schule gehen und ich sie ordentlich ernähren kann. " |
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