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Slowenischer Ordensmann erhielt Salzburger Toleranzpreis

veröffentlicht um 08.12.2013, 09:58 von Bärbel Lange   [ aktualisiert: 08.12.2013, 10:05 ]



Laibach-Salzburg, 22.11.2013 (KAP) Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste in Salzburg hat den diesjährigen Toleranzpreis an den slowenisch-argentinischen Lazaristen Pater Pedro Opeka CM verliehen. Opeka, der als Missionar auf Madagaskar arbeitet, hat mit verschiedenen Projekten etwa 100.000 Madagassen zu einem menschenwürdigen Leben verholfen. Die Verleihung der Auszeichnung, die die Salzburger Akademie seit 1997 an Persönlichkeiten oder Institutionen vergibt, die sich für Menschenrechte und das respektvolle Zusammenleben über Grenzen von Nationalität und Religion hinweg große Verdienste erworben haben, fand in der Slowenischen Akademie für Wissenschaften und Künste in Ljubljana statt. Akademiepräsident Felix Unger würdigte dabei das Lebenswerk P. Opekas. Pater Pedro Opeka, geboren 1948 als Kind ausgewanderter slowenischer Eltern in Buenos Aires, trat 1966 in die Kongregation der Lazaristen ein. 1968 bis 1970 studierte er Theologie an der Theologischen Fakultät in Ljubljana und am Institut Catholique in Paris. Im Jahre 1976 ging er nach Madagaskar, wo er bis heute arbeitet. Auf der Insel widmet sich Opeka vorzugsweise der Arbeit unter der ärmsten Bevölkerung in der Hauptstadt Antananarivo. Viele leben auf Müllhalden. Eine besondere Sorge Opekas gilt dabei den Kindern. Diesen Armen verschaffte der Ordensmann Arbeit und Schulbildung, und damit menschliche Würde. Opeka ist Gründer von "Akamasoa" (Gute Freund), einer Selbsthilfeorganisation, die versucht, die Betroffenen untereinander zu vernetzen und ihnen Selbstvertrauen zurückzugeben. Ergebnis der Bemühungen sind Arbeitsplätze, Nachbarschaftshilfen, selbst errichtete Wohnungen, Schulen, Sporthallen und Kirchen. In die Programme sind mehr als 100.000 ärmste Inselbewohner, darunter auch viele Menschen in Dörfern, eingebunden. Mehr als 20.000 Menschen leben in den neuen "Akamasoa"-Häusern. Opekas Arbeit bedeutet auch Inkulturation in der madagassischen Umwelt. Auch viele Organisationen und Gläubige in Europa, besonders in Slowenien und in Kärnten, unterstützen die Arbeit. Unter anderem entstand in Madagaskar das "Kärntner Dorf", wo viele Kinder Heimat und Bildung finden. Pedro Opeka wurde im Jahre 2012 für den Friedensnobelpreis nominiert. Bis jetzt hat er für seine Arbeit mehrere Anerkennungen erhalten, unter anderem auch von der Slowenischen Bischofskonferenz.

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Bärbel Lange,
08.12.2013, 09:58
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